Informationen zur Corona Pandemie


Was können wir selber tun?

Auf Hygiene achten

Nicht ins Gesicht fassen, kein Händeschütteln, keine Umarmungen. Hände regelmäßig mit Seife waschen - auch die Daumen und Handgelenke. Desinfektionsmittel benützen, wenn vorhanden.


Zu Hause bleiben

Das Haus bzw. die Wohnung nur verlassen, wenn es sich nicht vermeiden lässt - etwa zur Arbeit oder zum Einkaufen. Nicht jeder hat die Möglichkeit, doch wer kann, sollte von zu Hause arbeiten. Zur gemeinsamen Mittagspause kann man sich dann per Videochat verabreden.


Soziale Kontakte

Wer beim Warten an der Kasse zwei Meter Abstand zu seinem Vordermann hält, verringert das Risiko sich oder andere anzustecken. Muss man die Oma im Seniorenheim wirklich besuchen oder kann man sie auch anrufen? Das Gleiche gilt für Freunde und vor allem und am wichtigsten: Jetzt ist nicht die Zeit, um Partys zu feiern, auch nicht zu Hause im privaten Rahmen.


Nachdenken

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, kommt es auf jeden Einzelnen an. Muss der Einkauf/Besuch wirklich sein? Jeder kann etwas beitragen.


Können Mensch und Tier sich gegenseitig anstecken?

Coronainfektionen bei Tieren

Grundsätzlich können sich auch Tiere mit Coronaviren infizieren. Bei Katzen kann beispielsweise die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) auftreten. Bei Schweinen wird die epizootische Virusdiarrhoe (engl. porcine epidemic diarrhea; PED) ebenfalls durch ein Coronavirus ausgelöst. Das FLI stellt aber klar: "Diese Erreger stellen für den Menschen allerdings keine Gefahr dar und sind von SARS-CoV-2 zu unterscheiden."
Bei der Frage, ob Menschen das Coronavirus auf Tiere übertragen können, gibt das FLI Entwarnung: Bisher gebe es keinen wissenschaftlich belegbaren Hinweis auf eine epidemiologisch relevante Infektion von Haustieren durch infizierte Personen.


Übertragung vom Tier auf den Menschen

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, gibt es keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Demnach müssen gesunde Personen den Kontakt zu Haustieren nach derzeitigem Stand nicht einschränken. Experten des European Centre for Disease Control (ECDC) und der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) bestätigen diese Einschätzung. In ihren Stellungnahmen betonen sie, dass es keine Hinweise auf Infektionen von Haus- und Nutztieren mit SARS-CoV-2 gibt. Allerdings fehlen derzeit noch tiefergehende wissenschaftliche Untersuchungen.


Hygienemaßnahmen dennoch notwendig

Vor diesem Hintergrund raten die Wissenschaftler des FLI dazu, dennoch die grundlegenden Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn Sie mit Tieren in Kontakt kommen. So sollten Sie sich regelmäßig mit Seife die Hände waschen und es vermeiden, dass Ihnen Ihr Hund beispielsweise durchs Gesicht schleckt. Auch wenn es von dem Tier als Liebesbeweis gemeint ist und von den meisten Besitzern auch als solcher gewertet wird, ist davon – nicht nur in Zeiten von Corona – zum Schutz vor Krankheiten abzuraten.


Ist mein Tier krank und was muss ich beachten?

Messen der Körpertemepratur

Bei einem erwachsenen Tier liegt die normale Körpertemeperatur zwischen 37,5° und 39°. Bei Welpen kann diese sogar bis 39,5° betragen. Die genauesten Werte erreicht man - wie beim Menschen auch - bei einer rektalen Messung.


Atmung überprüfen (zählen)

Je nach Aktivität und Größe (Rasse) des Hundes liegt der Normbereich zwischen 10 und 40 Atemzügen pro Minute.


Herzschläge überprüfen (zählen)

Bei einem großen Hund sind 80 bis 100 Herzschläge pro Minute im Normbereich. Bei kleineren Hunden sogar etwas mehr, zwischen 100 und 120 Herzschlägen pro Minute.


Farbe der Mundschleimhaut (⇒ Kreislauf)

Sie gibt Aufschluss über den Kreislaufzustand des Hundes. Bei einem gesunden Tier ist die Mundschleimhaut rosa gefärbt. Verfärbungen geben Hinweise auf unterschiedliche Probleme des Kreislaufs und sonstige Erkrankungen. Eine Übersicht:

  • Blass: Schock, Blutarmut
  • Blau: Mangel an Sauerstoff
  • Grau: Vergiftung
  • Gelb: Leberproblem


Was tun bei Ausgangssperre und Quarantäne?

Ausgangssperre

Sollte auch in Deutschland eine Ausgangssperre verhängt werden, müssen alle Bürger für einen festgelegten Zeitraum ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen. In den Ländern, wo es bereits Ausgangssperren gibt (zB. Italien und Spanien), dürfen die Menschen ihre Häuser nur verlassen, um beispielsweise einzukaufen, Medikamente zu besorgen oder zum Arzt zu gehen. Auch Gassi gehen gehört dazu, allerdings ist dies nur in der Nähe des Wohnhauses erlaubt. Zudem muss in jedem Fall schriftlich festgehalten werden, warum man sich draußen aufhält und wohin man möchte. Polizei und Ordnungsämter können die Einhaltung der Ausgangssperre in einem solchen Fall kontrollieren.


Quarantäne

Wenn der Mensch selbst erkrankt und/oder unter Quarantäne steht, liegt die wesentliche Herausforderung darin, dass man das Haus oder die Wohnung nicht verlassen darf.
Wenn Sie einen Garten haben, können Sie Ihren Hund ganz einfach hinauslassen, ohne selbst aus dem Haus oder der Wohnung gehen zu müssen. Falls Sie keinen Garten haben, kontaktieren Sie am besten gesunde Freund*innen, Familienmitglieder oder Bekannte, die nicht in Quarantäne sind und mit Ihrem Hund spazieren gehen können. Da Sie selbst ebenfalls mit Einkäufen versorgt werden müssen, könnten Sie die gleiche Person bitten, auch Ihren Hund auszuführen. Beachten Sie dabei die aktuell vorgegebenen Hygieneregeln, um eine Übertragung Ihrer (möglichen) eigenen Infektion zu vermeiden. So sollten Sie, wenn möglich, den direkten Kontakt mit der Person vermeiden, die Ihr Tier abholt. Im Idealfall sollte diese Ihre Wohnung nicht betreten, sondern den Hund im Eingangsbereich übernehmen. Gegebenenfalls ist es hierbei sinnvoll, dass die Person eine andere Leine und auch ein anderes Halsband mitbringt und verwendet, damit Sie beide nicht die gleichen Gegenstände anfassen. Der Tierschutzbund rät, anschließend die Hände zu waschen oder zu desinfizieren, da man im Zweifel Kontakt mit dem Hund oder der Leine hatte.


Versorgung des Hundes

Bislang gibt es noch keine konkreten Hinweise, dass Haustiere an SARS-CoV-2 erkranken können. Wenn Sie aber selbst infiziert sind, sollten Sie den engen Kontakt mit Ihrem Haustier sicherheitshalber vermeiden, sprich den Kontakt von Nase und Mund, enges Kuscheln sowie das Teilen von Essen. Zusätzlich ist es nach wie vor ratsam, sich nach jedem Kontakt zu Ihrem Tier gründlich die Hände zu waschen. Sie sind dazu angehalten, sich selbst einen Gassi-Service zu organisieren - das können Freunde, Nachbarn oder Familienmitglieder sein. Auch in den sozialen Netzwerken gibt es viele Gruppen oder Initiativen, die Tierbesitzern ihre Hilfe anbieten.


Beschäftigung des Hundes

Hunde sind neugierig und wollen beschäftigt werden. Wenn sie sich langweilen, entwickeln sie oft unangenehme Unarten. Hundetricks erweisen sich da als gute Möglichkeit, dein Haustier geistig herauszufordern. Neben der Abwechslung sind die Hundetricks auch für die körperliche Fitness und Beweglichkeit wichtig.